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Ortsgruppe Auerbach

Wir stellen uns vor

Die Ortsgruppe Bund Naturschutz in Auerbach stellt sich vor

Wir sind eine bunt durchmischte Gruppe. Jüngere und ältere Menschen sind dabei. Die Schwerpunkte, denen wir in unseren Aktivitäten nachgehen, richten sich nach den örtlichen Belangen, aber auch nach unseren persönlichen Blickwinkeln. Neulinge sind jederzeit willkommen.

Vorstand:

Vorsitzende: Gertrud Burger; Stellvertreter: Alessandro Burger; Schriftführer: David Burger

Delegierte: Riccarda Hieke; Irmgard Schmieger (Ex-Vorsitz OG Pegnitztal); Stefan Lindenberger; Roman Biedermann

(Kontakt: gertrudburger@googlemail.com)

Gründung und Kooperationen

Die Ortsgruppe wurde am 30.10.2020 gegründet.
Im Januar 2021 haben sich Mitglieder des BN aus der ganzen Region, um den Veldensteiner Forst herum, dank zoom-meetings von daheim aus auf unkomplizierte Weise versammeln können. So hatten wir coronabedingt eine gute Möglichkeit uns trotz räumlich größerer Entfernungen gut miteinander austauschen zu können. Wir haben seitdem einen Zusammenschluss und Transparenz in unseren Aktivitäten beschlossen. So wissen wir voneinander und haben uns die gegenseitige Zusage gegeben, uns, wie wir es können, im Naturschutz in unserer Region zu unterstützen, um gemeinsam die Probleme angehen zu können. Das ist besonders wichtig, weil sich der Veldensteiner Forst und das Naturschutzgebiet Nr. 88 Pegnitzau zwischen Ranna und Michelfeld auf drei politisch verschiedene Regierungsbezirke erstreckt: Regierung der Oberpfalz, Regierung von Oberfranken, Regierung von Mittelfranken.

Also haben wir einen die drei Regierungsbezirke übergreifenden Zusammenschluss erklärt. Transparent und in Kooperation lassen die OG Pegnitz und OG Auerbach voneinander wissen. Außerdem haben wir die Aktiven der momentan ruhenden OG Oberes Pegnitztal in unsere Arbeit integriert. So können wir zusammen in der Region gut aktiv sein.

Die Stadt Auerbach unterstützt uns bei Bedarf gern bei unseren Aktivitäten.
Um in der Region gemeinsam stark zu sein, stehen wir in gutem Kontakt zum LBV, um den Umweltschutz auch gemeinsam zu verfolgen.

Regierungsbezirksübergreifend arbeitet auch der Verein „Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura“. Mit den zuständigen Personen z B. für Höhlen und Karst oder für Wildtiere, stehen wir in kooperativem Kontakt. Hier die Adresse dieses Vereins für Fragen zum Naturpark Fränkische Schweiz/Frankenjura:

Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura
Forchheimer Straße 1
91278 Pottenstein
Tel. +49 9243 70816

poststelle@naturparkinfo.de

 

Die Bayerischen Staatsforsten sind ein wichtiger Ansprechpartner für den Staatswald in der Region. Falls es Fragen gibt, möchten wir hier auf folgenden Kontakt verweisen:

Dr. Ruth Dirsch
Stellvertretende Forstbetriebsleiterin

BAYERISCHE STAATSFORSTEN
Forstbetrieb Pegnitz
Hubertusweg 4
91257 Pegnitz

Telefon   +49 9241 809618

 

Wolf und Wildtiermanagement

Ein Wolf im Veldensteiner Forst (Foto: Richard Zeller, Naturfotograf)

 

Bei Fragen und Problemen speziell zum Thema Wolf möchten wir auf zwei Adressen verweisen. Das LfU (Landesamt für Umwelt mit Sitz in Hof) ist z. B. für den Herdenschutz zuständig, z. B. wenn jemand Hilfe für einen Schutz-Zaun beantragen möchte. Der Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst e. V. ist regierungsbezirksübergreifend aktiv und weil dieser Verein bereits sehr engagiert ist, haben wir vereinbart, zum Thema Wolf immer Rücksprache zu halten. Unten sind diese beiden Kontakte angegeben, falls sich jemand direkt an die für den Wolf zuständigen Stellen wenden möchte.

Zum Thema Wolf und Wildtiere haben sich im bezirksübergreifenden Zusammenschluss aber auch einige engagierte Mitglieder gefunden. Den Kontakt zu ihnen vermitteln wir gerne. Dazu können Sie sich unter dem Stichwort „Wolf_Kontaktvermittlung“ bei gertrudburger@googlemail.com melden.

Kontaktadressen für Belange zum Thema „Wolf“:

Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst e.V.
Forchheimer Straße 1
91278 Pottenstein
Tel.: 09243 / 70 816
poststelle@naturparkinfo.de

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Referat Landschaftspflege, Wildtiermanagement
Hans-Högn-Str. 12
95030 Hof/Saale.
Telefon: 09281/1800-4640

 

 

Krötenwanderung jährlich im Frühjahr

Erdkröten bei Ranna (Foto: Gertrud Burger)

Im Oberen Pegnitztal (Neuhaus) und für den Landkreis Pegnitz organisiert der Bund Naturschutz die Hilfe bei der jährlichen Amphibienwanderung: Am Ende des Winters werden zusammen mit der zuständigen Behörde Schutzzäune aufgestellt und die Eimer zum Auffangen der wandernden Tiere angebracht. Sobald es warm genug ist, fangen die Amphibien an zu wandern. Ab dann wird der Zaun täglich abgelaufen und kontrolliert, ob in den Eimern Kröten oder Frösche sitzen, die dann von den Helfer:innen sicher auf die anderen Straßenseiten gebracht werden. Im Auerbacher Gebiet haben sich der LBV und der Bund Naturschutz das tägliche Ablaufen der Zäune geteilt. Bei der Rückwanderung in der Nähe vom Rabenfelsen bei der Magdalena Kapelle bei Ranna musste im Frühjahr 2021 zum Beispiel auf Neuhauser Gebiet jedoch ein neuer Zaun für die Rückwanderung aufgestellt werden. Wanderern fielen in der Nähe eines Wanderparklatzes die schutzlosen Tiere auf der Straße auf. Die Leute leisteten sofortige Hilfe und meldeten den Standort. Dann wurde, so zeitnah es ging, dort ein neuer Zaun errichtet, um den Tieren helfen zu können. Die Krötenwanderung erstreckt sich zwar nur auf einen kurzen Zeitraum im Jahr, ist dann aber mit viel Einsatz verbunden. Damit sich die Helfer:innen ihre Zeit gut einteilen können, aber für Ausfälle im Krankheitsfall gesorgt ist, ist es wichtig, auf eine Liste von Helfer:innen zurück greifen zu können:

Helfer:innen für die Krötenwanderung werden gesucht.

Bei Interesse BITTE melden (zur unverbindlichen Aufnahme in eine Liste).

Kontakt-Mail: gertrudburger@googlemail.com


 

Wilde Ablagerungen von Müll und Gartenabfällen in der Natur

Helfer:innen für Müllsammelaktionen sind willkommen. Wer Müllablagerungen entdeckt, kann sich damit gern an uns wenden (Kontakt: gertrudburger@googlemail.com).

Leider befinden sich unter oberflächlich sichtbaren Müllansammlungen (Kanister, Flaschen, etc.) gelegentlich auch verschüttete Müllkippen aus dem letzten Jahrhundert. Wir kümmern uns darum, dass diese Ablagerungen aus der Natur entfernt werden und bringen das wilde Ablagern von Müll/Sperrmüll und Gartenabfall auch zur Anzeige.

Denn auch Gartenabfall (Mähgut, Zweige u. a. ) ist nicht in der Natur zu entsorgen, sondern über die Container am Wertstoffhof oder auf dem eigenen Komposthaufen.

Wilder Müll im Wald (Foto: OG Auerbach)


 

Kippen-Taschenaschenbecher

Weggeworfene Zigarettenkippen belasten die Umwelt. Das wissen viele Menschen nicht. Also möchten wir Aufklärung betreiben und wollen bewusst machen, wie schädlich das achtlose Wegwerfen von Zigaretten ist.

Durch den Nikotingehalt im Filter werden pro Kippe ca. 40 Liter Grundwasser verdorben. Denn Nikotin ist, so wie Zucker auch, sehr gut wasserlöslich und wird also durch Regen aus weggeworfenen Kippen heraus gespült und weiter transportiert. Nikotin ist aber ein Gift, nicht nur für den Menschen, sondern umso stärker noch für kleinere Lebewesen.

Hinzu kommt der Plastik-Aspekt. Die weggeworfenen Filter sondern mit der Zeit in der Summe viel Mikroplastik in die Umwelt ab. Die Folgen von Mikroplastik auf die Umwelt sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Insgesamt ist es sicherlich wichtig, sich um eine richtige Entsorgungsweise von Zigarettenresten zu bemühen, um unsere Erde zu schonen.

Die Ortsgruppe möchte die Bevölkerung für diese Zusammenhänge sensibilisieren und zum Beispiel das Verwenden und Mitführen von kleinen Taschenaschenbechern anregen und Auerbach an ein Sammelsystem für Zigarettenreste anschließen.


 

Engagement für den Artenschutz

Um dem Artensterben entgegenzuwirken, versuchen wir – so gut wir es können – die ökologische Situation vor Ort zu verbessern, indem wir unsere Umgebung und Verantwortliche für umweltgerechte Wege sensibilisieren.

Frühjahr 2021, Nistkastenaktion mit Alessandro Burger (Foto: OG Auerbach)

Tierleiter in einem Rückhaltebecken in Auerbach (Foto: OG Auerbach)


 

So konnten wir in einem Rückhaltebecken zum Bau einer Tierleiter anregen. Weil vielen Vögeln leider der natürliche Lebensraum an vielen Stellen genommen wurde, helfen wir ihnen. Wir stellen Nistkästen auf und beobachten diese. Außerdem bemühen wir uns um das Wiederbeleben einer den heimischen Arten angepasste Heckenlandschaft und um Waldränder. Ein weiterer Aspekt ist die den heimischen Arten dienende ökologische Ausgestaltung unserer privaten Gärten und Parks oder die Fassadenbegrünung. Gleichzeitig bemühen wir uns um Blühwiesen, Streuobst und blühende Gehölze, damit sie wieder einen größeren Raum in unserer Region einnehmen.

Weil es ein große Anzahl an Reptilien (z. B. Eidechsen, Nattern, Blindschleichen) in unserer Stadt gibt, möchten wir ihnen gerechte Lebensräume in unserer Umgebung schaffen: z. B. Kleinholzstapel und bepflanzte, steinige Bereiche nach ihren Ansprüchen; zugleich natürlich eine insektenfreundliche Landschaft, hoch gewachsene Wiesen, begrünte Fassaden und auch Insektenhotels und Totholz, damit die Reptilien ihre Nahrungsquelle, die Insekten, nicht verlieren.

Waldeidechse sucht Unterschlupf in einem Garten (Foto: OG Auerbach)


 

Es könnten in unserer Gegend auch noch viel mehr Sitzstangen für Greifvögel sein.

Dazu können wir noch viele helfende Hände und engagierte Menschen brauchen.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Artenvielfalt der heimischen Karstlandschaft der Fränkischen Schweiz, sowie den zahlreichen Gewässern, Auen und Uferbereichen, die wir in der Umgebung von Auerbach als regionale Besonderheiten haben.

Eisvogel in der Pegnitzau (Foto: Richard Zeller, Naturfotograf)

Neben etlichen Naturdenkmälern, die es hier gibt – wie die Höhle Felslindle schräg unterhalb der Saaß oder z. B. der Kanonierfelsen bei Weidlwang – sind wir besonders stolz darauf, dass auch das Naturschutzgebiet Nr. 88 Pegnitzau zwischen Michelfeld und Ranna zum Gebiet der Ortsgruppe gehört, wobei speziell die dort befindlichen Kammerweiher von der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach gepachtet sind. Weil wir vor Ort sind, können wir gut ein Auge darauf haben.

Bei speziellen Fragen zu den Kammerweihern, wenden Sie sich am besten direkt an die Kreisgruppe (Kontakt-Mail: Horst.Schwemmer@bundnaturschutz.de).

Biber bei der Fellpflege in der Pegnitzau (Foto: Richard Zeller, Naturfotograf)


 

Menschenfreundliches Auerbach

Im Umweltschutz geht es nicht zuletzt darum, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten. Dazu gehört in unseren Augen insbesondere eine menschenfreundlich gestaltete Umgebung, wo wir wohnen und leben. Menschenfreundlich bedeutet für uns z. B. weniger Lärm im Alltag, mehr Grün, aber auch mehr Barrierefreiheit oder Verbesserungen im Nahverkehr, sowie ein respektvolles Miteinander entgegen Rassismus oder andere Formen von Diskriminierung. In diesem Sinn möchte unser Verein zu einem menschenfreundlichen Klima in Auerbach beitragen.

Ein Aspekt sind z. B. Veränderungen im Straßenverkehr: Innerorts ist Tempo 30 überall dort zu denken, wo kein oder nur ein Gehsteig ist, sowie in Straßen mit vielen parkenden Autos und schlechter Sicht und an Abhängen, damit auch schwere Autos für einen Fußgänger rechtszeitig bremsen können.

Wir denken auch an ein nächtliches Tempolimit im Ort, damit mehr Ruhe einkehrt, und auch an Durchfahrtverbote für LKWs, falls sie auch andere Wege nehmen können.

Außerorts gibt es viele gefährliche Stellen, die menschenfreundlicher gestaltet werden können.

Wir möchten uns gern für einen Schallschutz einsetzen, um eine Lärmbeeinträchtigung durch die B 85 zu minimieren.

Für die B 470 möchten wir dem staatlichen Bauamt gegenüber durchsetzen, dass Landwirte mit ihren Fahrzeugen die Bundesstraße befahren dürfen, um Auerbach-Stadt auch von landwirtschaftlichem Durchgangsverkehr entlasten zu können.

Falls ein dreispuriger Ausbau der B 85 durch den Veldensteiner Forst aktuell werden sollte, möchten wir uns vehement dagegenstellen.

Um Auerbach barrierefreier zu gestalten, möchten wir uns für das Absenken von Gehsteigkanten an Straßenübergängen einsetzten, damit es unproblematischer ist für die Betroffenen mit einem Rollstuhl oder Rollator die Straßenseite zu wechseln. Wir möchten auch zu noch mehr Sitzgelegenheiten in Form von Bänken anregen, uns für ein Bürgerbus-Konzept einsetzen und für Mitfahrerbänke in Auerbach.

Die Spielplätze in Auerbach könnten mit mehr schattenspendenden Bäumen, Kletterbäumen und wertvollen Spielgeräten naturnäher und noch kindgerechter gestaltet werden.

Außerdem gibt es in Auerbach leider keinen Grillplatz mit einer kleinen naturnah gelegenen Freizeitanlage im Außenbereich, worum wir uns gerne bemühen möchten.

Helfer:innen, z. B. um Bürgerinitiativen in den genannten Punkten zu organisieren und mit Zeit für Gespräche mit der Stadt, sind sehr willkommen.