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Naturschutzgebiet Pegnitzaue zwischen Ranna und Michelfeld

Bleiben Sie bitte jetzt im Frühjahr auf den Wegen und lassen Sie Ihre Hunde nicht frei laufen. Derzeit ist es besonders sensibel, da die Brutzeit begonnen hat!

 

Geschichtlicher Überblick

Der BN betreut die Kammerweiher bei  Auerbach seit 1980. Sie liegen im Naturschutzgebiet "Pegnitzaue zwischen Ranna und Michelfeld."

Bedeutung der Kammerweiher für den Artenschutz

Bei Erhebungen der Tierwelt durch den Bund Naturschutz wurden 2002 über 60 verschiedene Vogelarten festgestellt, darunter allein 16 gefährdete Arten der Roten Liste. Viele Vögel nutzen die großen Wasserflächen als Rast- und Nahrungsplatz auf dem Durchzug. Wir führten in den vergangenen Jahren im Spätsommer eine Absenkung der Wasserstände durch, um den Watvögeln (Limikolen) Schlickflächen zu bieten.

Seit einigen Jahren haben wir jedoch ein massives Problem der Wasserhaltung. Bedingt durch ausbleibende Niederschläge, verstärkter Sonneneinstrahlung mit höheren Verdunstungsraten stellen wir fest, dass die Verlandung der Weiher zunimmt. Die Ablaufbauwerke, Mönche genannt, sind gut abgedichtet und würden ankommendes Regenwasser halten. Sinkende Grundwasserpegel verschärfen das Problem sinkender Wasserstände.

Unter den sieben hier vorkommenden Amphibienarten verdient der außerordentlich seltene Springfrosch besonders erwähnt zu werden. In den Flachwasserbereichen der Kammerweiher, sowie den Erlenbruchgebieten der Pegnitzaue finden Frösche, Molche, Unken und Kröten gute Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Ringelnatter lebt genauso hier wie viele Libellen (25 Arten wurden festgestellt), die auf der Roten Liste stehen.

 

 

 

 

Amphibische Lebensräume an den Uferbereichen, wie z. B. Großseggenrieder, Schilfröhricht oder Erlenbruchwälder, sind wichtige Bestandteile im Ökosystem naturnaher Teiche.

Erhaltungsmaßnahmen

Um die Lebensraumbedingungen für die Tierwelt zu optimieren ist es wichtig im Jahreszyklus einen Wasserstand einzustellen, der die Entwicklung von Verlandungszonen zulässt, aber andererseits nicht zum Zuwachsen der Wasserfläche führt. Der Fischbesatz muss durch regelmäßiges Abfischen so reguliert werden, dass genug Fische als Nahrung zur Verfügung stehen, andererseits der Nachkommenschaft der Amphibien (Laich, sowie Kaulquappen, die den Fischen als Nahrung dienen) eine Überlebenschance zu bieten. Die extensive Bewirtschaftung der Weiher ist die Voraussetzung dafür, die Artenvielfalt zu erhalten und zu vergrößern.