Hands Off Nature: Verliert die Natur, verlieren wir alle. BUND Naturschutz ist für bleibendem Schutz
Es kamen Besucher, die sich gemeinsam vor Ort informierten, welche Bedeutung die Schäferei für die Beibehaltung der naturschutzfachlichen Wertigkeit im Lauterachtal haben. Die Schäferei Gleich aus Eschenbach mit Vater Rainer und Sohn Martin Gleich, sowie dessen Freundin Marie konnten interessante Einblicke in ihre Tätigkeit geben. Gemeinsam warnen sie vor einer Absenkung der Naturschutzstandards, weil derzeit auf EU-Ebene versucht wird, die Standards von europäischen Naturschutzgesetzgebungen abzusenken.
Naturnahe Wälder, frei fließende Flüsse und unverbaute Landschaften sind in Europa selten geworden. Dass es sie noch gibt, liegt vor allem an ihrem gesetzlichen Schutz.
Das Lauterachtal ist ein FFH-Schutzgebiet. Deswegen ist es auch besonders geschützt. Die FFH-Richtlinie schützt seit 1992 über 1.000 Tier- und Pflanzenarten, wie die hier vorkommedne Große Hufeisennase und die Zauneidechse. Wirtschaftliche Vorhaben dürfen diese Arten nicht gefährden – sie werden streng geprüft und gegebenenfalls begrenzt.
Das Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ umfasst heute mehr als 18 Prozent der Landfläche und rund zehn Prozent der Meeresgebiete in der EU. In Bayern schützt sie 745 Gebiete mit 797.000 Hektar; das sind 11,3 Prozent der Landesfläche.
Was eine Abschwächung bedeuten würde
- Mehr Arten könnten dauerhaft verschwinden.
- Ökosystemleistungen im Wert von rund 200 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr sind in Gefahr.
- Jahrzehntelange Fortschritte im Naturschutz würden zunichtegemacht.
- Auch die Klimaziele der EU gerieten unter Druck, denn viele geschützte Lebensräume speichern CO₂ und wirken wie natürliche Schutzschilde gegen Überschwemmungen und Waldbrände.




