Lauterachtal

Bund Naturschutz pflegt seine Biotopflächen im Lauterachtal

Seit 1996 ist der Bund Naturschutz Besitzer vor allem mehrerer Feucht- und Magerflächen im Lauterachtal.
Um diese Refugien für seltene Pflanzen und Tiere dauerhaft zu verbessern und zu sichern führen Mitglieder Arbeiten auf den Flächen durch. Im Lauterachtal, sowie in den Nebentälern wird vorzugsweise mit Waldarbeitsgeräten gearbeitet. Für die Magerrasen hat die Kreisgruppe Pflege- und Entwicklungspläne erstellt. In ihnen werden die kurz- und langfristigen Zielvorstellungen formuliert.

Wichtige Ziele sind die Erhaltung und Entwicklung einer artenreichen Fauna und Flora.

Die Rotflügelige Schnarrschrecke und der Warzenbeißer sind mittlerweile in Bayern selten gewordene Bewohner der Halbtrockenrasen. Um diese zu erhalten ist es mitunter notwendig Kiefern und Schlehen zu entfernen. Ehemals offene Knocks (Felsköpfe) werden wieder frei gestellt. So gefährdete Arten, wie der Segelfalter oder der Schmetterlingshaft kommen hier vor.

Schon lange werden die Flächen von Schafen beweidet und so offengehalten. Die vorkommenden Arten zeigen wie wichtig die Pflege dieser Kulturlandschaft ist. Attraktive Pflanzen wie die Kugelblume, verschiedene Enzian- und Orchideenarten stabilisieren sich in ihrem Bestand.

Der Aufwand lohnt und dies auch aus landschaftsästhetischen Gründen. Der Anblick von freigestellten Hutungen und Felsen erfreut auch die Bewohner und Gäste.  Die Wanderschäferei bekommt wieder durchgängige Flächen.

Für die vorbildliche Bewirtschaftung eines Kalscherbenackers am Eingang des Pfeifertals haben wir vom Deutschen Verband für Landschaftspflege 2012 eine Auszeichnung erhalten. Diese Fläche ist eine von 100 Äcker für die Vielfalt, wegen seltener Ackerwildkräuter.

Der Bund Naturschutz wird seine Arbeiten im Lauterachtal auch in den nächsten Jahren fortsetzen, um gemeinsam mit den Landwirten für dieses Kultur- und Naturgut zu werben.